Tanja, KFZ-Mechanikerin: "Ich schraube schon immer gern an Autos rum"
Caravelle: Tanja, du hast eine Ausbildung zur Kfz-Mechanikerin gemacht und arbeitest auch als solche. Dieser Beruf ist doch sehr männerspezifisch. Wie bist du auf die Idee gekommen, gerade diese Ausbildung zu machen?
Tanja: Mein Vater hat früher ziemlich viel an alten Autos herumgeschraubt und ich habe ihm dabei liebend gerne geholfen. Deshalb wollte ich auch schon immer was mit Autos machen. Als es dann darum ging, eine Ausbildung zu machen, habe ich mich für diesen Beruf entschieden.
Caravelle: Du arbeitest in einer recht großen Autowerkstatt. Gibt es dort noch mehr Frauen?
Tanja: In der Werkstatt bin ich die einzige Frau. Es gibt aber noch zwei Frauen in der Verwaltung.
Caravelle: Wie geht es dir mit so vielen Männern um dich herum? Nehmen sie dich ernst?
Tanja: Zu Beginn meiner Ausbildung wurde ich schon von einigen belächelt und viele dachten: "Die schafft das sowieso nicht!" Nachdem meine Kollegen aber gesehen haben, dass ich mich doch recht gut auskenne, hat sich ihre Meinung über eine Frau als Kfz-Mechanikerin jedoch geändert.
Caravelle: Machst du die gleichen Arbeiten wie deine männlichen Kollegen auch?
Tanja: Im großen und ganzen schon. Manchmal muss ich jedoch auch richtig schwere Sachen heben, die ich alleine nicht schaffe. Da kann ich aber immer auf die Hilfe von einem Kollegen zählen.
Caravelle: Würdest du diesen Beruf wieder wählen?
Tanja:Ja, auf jeden Fall. Es ist genau das, was ich schon immer machen wollte.
Das Interview führte Daniela Reinhard.
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